Corona-Fälle auf der Intensivstation: Intensivbetten-Auslastung: Wie viele sind noch frei in Deutschland?

Mit der Sommerwelle steigt Anteil der Corona-Patient*innen auf den Intensivsationen wieder. Wo schwere Corona-Fälle behandelt werden, wo Kliniken freie Intensivbetten haben - und welche Standorte komplett ausgelastet sind, zurzeit vor allem durch andere Notfälle.



So knapp sind die Intensivbetten

Die Kapazität an Intensivbetten und ihre Belegung deutschlandweit und in Ihrem Bundesland

Seit Frühjahr 2020 melden die Intensivstationen täglich ihre Betten-Kapazität: Wie viele Intensivbetten insgesamt aktuell zur Verfügung stehen und welcher Anteil davon mit Covid-Patient*innen belegt ist. Die Corona-Fälle gehen zu Lasten anderer Notfälle: So wurden etwa Operationen von Patient*innen mit Krebs- oder Herzklappen-Erkrankungen wegen Corona aufgeschoben. Und für Herzinfarkte oder Unfallopfer müssen grundsätzlich Betten frei gehalten werden.

Angezeigt werden hier Kapazität und Belegung der Intensivplätze für Erwachsene. Zusätzlich zu den aktuell betreibbaren Intensivbetten ("insgesamt") melden die Kliniken eine Notfallreserve: Betten, die innerhalb von sieben Tagen zur Verfügung stehen können ("Reserve").

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Seit Frühjahr 2020 melden die Intensivstationen täglich ihre Betten-Kapazität: Wie viele Intensivbetten insgesamt aktuell zur Verfügung stehen und welcher Anteil davon mit Covid-Patient*innen belegt ist. Die Corona-Fälle gehen zu Lasten anderer Notfälle: So wurden etwa Operationen von Patient*innen mit Krebs- oder Herzklappen-Erkrankungen wegen Corona aufgeschoben. Und für Herzinfarkte oder Unfallopfer müssen grundsätzlich Betten frei gehalten werden.

Angezeigt werden hier Kapazität und Belegung der Intensivplätze für Erwachsene. Zusätzlich zu den aktuell betreibbaren Intensivbetten ("insgesamt") melden die Kliniken eine Notfallreserve: Betten, die innerhalb von sieben Tagen zur Verfügung stehen können ("Reserve").

Wo Corona-Fälle die meisten Intensivbetten vor Ort belegen

Wie viele Covid-Patient*innen auf den Intensivstationen der Kreise und kreisfreien Städte behandelt werden - und wo ihr Anteil am höchsten ist (wahlweise auch nach Bundesländern)

z.B.
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Wie viele Intensivstationen nur eingeschränkten Betrieb melden

So schätzen die Intensivbereiche der Kliniken täglich die gesamte Betriebssituation selbst ein

Die Intensivstationen melden nicht nur die Betten-Zahlen, sondern auch wie stark der Betrieb durch Personalmangel, Räume oder Material gerade beeinträchtigt ist. Sie melden ihre Lageeinschätzung täglich als entweder "regulär", "teilweise eingeschränkt" oder "eingeschränkt".

Ganz Deutschland

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Eingeschränkt
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Teilweise eingeschränkt
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Regulärer Betrieb

Die Intensivstationen melden nicht nur die Betten-Zahlen, sondern auch wie stark der Betrieb durch Personalmangel, Räume oder Material gerade beeinträchtigt ist. Sie melden ihre Lageeinschätzung täglich als entweder "regulär", "teilweise eingeschränkt" oder "eingeschränkt".

Welche Intensivstationen komplette Auslastung melden, welche Normalbetrieb

Welche Standorte noch alle ihrer Behandlungsmöglichkeiten bieten können und welche aktuell in allen Bereichen ausgelastet sind - in ganz Deutschand und im Umkreis von 50 Kilometern von Ihrem Wohnort
z.B.
, oder

Was der Klinik-Monitor zeigt

Karten und Angaben basieren auf den Daten des DIVI-Intensivregisters. Alle Kliniken mit Intensivbereichen melden dem System ihre aktuellen Kapazitäten an Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit und wie viele COVID-19-Patienten sie behandeln, aber auch die Belegung durch andere Notfälle.

Die Angaben können sich von den Werten anderer Darstellungen unterscheiden, auch wenn sich diese ebenfalls auf das DIVI-Intensivregisters beziehen - aufgrund zeitlich anderer Datenstände, aber auch weil hier für Deutschland und die Bundesländer nur Kapazität sowie Belegung der Erwachsenen-Intensivbetten betrachtet werden.

Kinder mit COVID-19 spielen mit bislang zweistelligen Fallzahlen noch eine untergeordnete Rolle auf den Intensivstationen. Ihre Betten-Kapazität ist in der Regel nicht für Erwachsene bestimmt. Die Berücksichtigung der Daten würde das Geamtbild verzerren - insbesondere bei der Darstellung der Anteile.

Dafür gibt es mehrere Gründe, zumeist haben diese mit den verfügbaren Pflegekräften zu tun. Denn betreibbare Betten sind grundsätzliche inklusive Personal zu verstehen. Aber zu Beginn der Corona-Pandemie waren in Deutschland die Pflegepersonaluntergrenzen ausgesetzt. Kliniken meldeten so voraus mehr Betten, als sie später tatsächlich auch mit Personal betreiben konnten.

Seit August 2020 gibt es wieder Pflegepersonaluntergrenzen, und eine Notfallreserve (ohne Personal) wird zusätzlich gemeldet: Betten, die innerhalb von sieben Tagen betreibbar sind ("Reserve"). Es gab jedoch zunächst fehlerhafte Abgrenzungen bei den Meldungen zwischen Reserve und aktuell wirklich verfügbaren Betten - und damit wieder Verzerrungen bei der Gesamtzahl ("insgesamt") und der Belegung.

Seit Februar 2021 gibt es neue Personaluntergrenzen: in der Tagschicht zwei Patient*innen pro Pflegekraft und in der Nachschicht drei Patient*innen (statt vorher: Tag 2,5 / Nacht 3,5). Durch den neuen Schlüssel sind entsprechend weniger betreibbare Betten im System verfügbar. Nichtzuletzt kämpfen Kliniken mit Personalmangel - durch Erschöpfung nach mehreren Corona-Wellen.

Die farbigen Markerpunkte spiegeln die akuellsten Meldungen der Klinikstandorte wider: Die Einfärbung signalisiert, ob alle der angebotenen Behandlungsmöglichkeiten (Intensivbetten: "high care", "low care", "ECMO") noch verfügbar sind (grau), die Kliniken in mindestens einem Bereich eine Auslastung oder begrenzte Kapazitäten melden (gelb) - oder, ob bereits sämtliche Intensivbereiche laut eigener Einschätzung ausgelastet sind (rot). Auch Intensivstationen von Kliniken, die keine Patienten mit COVID-19 behandeln, sind darunter.


Von Marie-Louise Timcke, André Pätzold, David Wendler, Benja Zehr und Sebastian Vollnhals, in Zusammenarbeit mit webkid (Programmierung).

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Hamburger Abendblatt, 09.04.2020
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